Internationale Jugendbegegnung mit Südafrika


Presseberichte Juni 2014

Arm und reich

 

 

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Abschied


 


Pressebericht Mai 2013

Evangelische Jugend begegnet Südafrika

Bilder und Erlebnisse aus Soweto werden in Ausstellung lebendig

Hungen/Soweto. Die Mithilfe im „Kliptown Youth Program“ und die Gastfreundschaft der Menschen im Township, neue Freundschaften und große Emotionen , die Großstädte Johannesburg und Durban, überwältigende Landschaften und wilde Tiere,– vielfältig waren die Erlebnisse und Eindrücke, mit denen sieben junge Erwachsenen aus dem evangelischen Dekanat Hungen kürzlich aus Südafrika zurück kamen. Mit der Gemeindepädagogin Ulli Müller aus dem evangelischen Dekanat Hungen waren sie drei Wochen im Rahmen einer Jugendbegegnung in Südafrika unterwegs.

Für die deutschen Teilnehmenden hatte Ulli Müller, die das „Kliptown Youth Program“ in Soweto schon seit Jahren unterstützt, ein umfangreiches Programm organisiert. Direkt nach der Landung in Johannesburg ging es zu den Kooperationspartnern in Kliptown. Das Kliptown Youth Program ist ein Jugendprogramm, das den Kindern aus dem dortigen „township“ (Armenviertel) ein Frühstück für die Schule und eine warme Mahlzeit nach der Schule anbietet. Im Nachmittagsprogramm erhalten sie Zusatzunterricht in Mathe und Englisch, um ihre Chancen für einen guten Schulabschluss zu erhöhen.

In den ersten eineinhalb Wochen engagierten sich die Deutschen ehrenamtlich in Kliptown. Sie halfen überall dort mit, wo gerade eine helfende Hand benötigt wurde: Spielen und Singen mit den ein- bis fünfjährigen Kindern im Kindergarten gehörte genauso dazu wie Spülen und Essen verteilen. Am Nachmittag im Youth Program ging es dann ähnlich weiter: Essen vorbereiten, austeilen, spülen und unterrichten war genauso angesagt wie das voneinander Lernen in Tanz, Musik, Sprache und Kultur.

Daneben wurden im Rahmen der Jugendbegegnung viele jugend- und entwicklungspolitische Themenschwerpunkte behandelt. So beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem Aspekt „Armut und Reichtum“ mit den Lebensverhältnissen im Township. Die Vergangenheit Südafrikas mit der Apartheid und den Auswirkungen, die davon heute noch spürbar sind, war ein weiteres Thema, das beim Besuch des „Apartheid und Hector Pieterson Museum“ und in Johannesburg weiter vertieft wurde. Der Besuch eines Gottesdienstes in Kliptown war sehr eindrucksvoll, insbesondere weil in der Predigt spontan der Besuch der deutschen Gäste mehrmals aufgegriffen wurde.

Nach dem Einsatz im Kliptown Youth Program (KYP) ging es gemeinsam mit acht jungen Erwachsenen aus dem KYP auf Spurensuche der Ursprungskulturen des Landes. Erstes Ziel war Zululand mit dem Nationalpark „Hluhluwe Imfolozi“ in dem auch die ersten Giraffen, Nashörner, Löwe, Büffel, Affen und jede Menge Antilopen und Vögel der artenreichen Tierwelt Südafrikas gesichtet wurden. Spannend war zu erleben, wie auch die südafrikanischen Kooperationspartner zum ersten Mal diese Tiere in freier Wildbahn erleben durften.

Das nächste Ziel war die große Industrie- und Hafenstadt Durban an der Ostküste Südafrikas. Dort lernten sich die Mitglieder der beiden Delegationsgruppen mit Partnerinterviews und Fragen über Lebensumstände und Träume besser kennen. Es war auch Zeit zum Besuch von afrikanischen Märkten und für ein erstes Bad im Indischen Ozean.

Weiter südlich ging es entlang der Küste in die Xhosa-Region an der „Wild Coast“ zur „Bulungula Lodge“. Die drei Stunden Fahrt von Mthatha, der nächsten größeren Stadt, über Teerstraße, Schotterpiste und schließlich holprige Pfade werden durch eine ganz besondere Unterkunft belohnt. Die Lodge liegt in einem Tal, wo sich Fluss und Meer in einer Lagune treffen. Die im Dorf Nqileni wohnenden Menschen vom Stamm der Xhosa erhalten 40 Prozent der Einnahmen der Lodge. Viele Menschen finden dort einen Arbeitsplatz. Die Kultur zu erhalten und den dort lebenden Menschen eine Perspektive zu geben, war Ziel von Dave Martin, Initiator und Gründer der „Bulungula Lodge“. Solarzellen liefern den Strom, Duschen werden mit Paraffin erwärmt und die Toiletten sind Kompost-Toiletten. Diese Dinge waren auch für die südafrikanischen Mitreisenden sehr interessant, denn in Kliptown gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. So wirkte dieses Projekt für alle sehr inspirierend. Beim Aufenthalt dort erfuhren die deutschen Gäste auch einiges über die Kulturen und Stämme, denen ihre südafrikanischen Partner angehören und was das für sie bedeutet.

Das nächste Ziel, die Drakensberge im Nationalpark „Ukhlumba“, wurde wegen massiver Regenschauer erst spät in der Nacht erreicht. Der Truck war zweimal steckengeblieben und konnte erst nach vier Stunden mit Abschleppdienst aus der „Bulungula Lodge“ und mit kräftigem Anschieben befreit werden. Am nächsten Tag wanderte die Gruppe nach ausgedehntem Ostermontags- Brunch bei blauem Himmel und Sonnenschein zu Wasserfällen in der Umgebung.

Zurück in Kliptown, Soweto, standen noch zwei Tage Unterbringung in Familien und das Kennenlernen der Lebenssituation der Menschen vor Ort auf dem Programm. Sehr beeindruckt waren die jungen Deutschen von den doch sehr fremden Lebensbedingungen in den Blechhütten ohne Strom und fließendes Wasser. Die Zeit in Kliptown wurde auch zur Planung der Rückbegegnung genutzt, die für Juni 2014 geplant ist. Vor dem tränenreichen Abschied wurde ein Begegnungs- und Abschlussfest gefeiert. Das Programm des Festes war auf der Tour durch Südafrika entstanden. Es gab unter anderem eine „kombinierte“ Nationalhymne, afrikanische Songs und traditionellen „Gumboot-Dance“ (Gummistiefeltanz) aus Südafrika und Gardetanz aus Deutschland.

Eindrucksvolle Fotos von diesem Aufenthalt werden derzeit zu einer Ausstellung zusammengestellt, die unter dem Titel „Ubuntu – Begegnung mit Südafrika“ ab Samstag, 29. Juni im Restaurant Savanne in Lich zu sehen sein wird. Zur Eröffnung der Ausstellung um 18 Uhr gibt es nicht nur ein leckeres afrikanisches Buffet, sondern auch umfassende Informationen in Vortrag und Film über das „Kliptown Youth Program“, die Jugendbegegnung , sowie Land und Leute. Gemeindepädagogin Ulli Müller hofft, mit dieser Veranstaltung und der Ausstellung, die auch an weiteren Orten zu sehen sein wird, finanzielle Unterstützung für den Gegenbesuch von acht jungen Menschen aus Südafrika einzuwerben.

Die Kosten für die Veranstaltung inklusive Buffet liegen bei 17 Euro. Es wird um Platzreservierung unter der Telefonnummer 06404-2052542 gebeten. Die Fotoausstellung ist während der Öffnungszeiten des Restaurants vom 29.Juni bis zum 29.Juli zu sehen.


Februar 2013

Evangelische Jugend aus dem Dekanat Hungen geht nach Südafrika

Vorbereitung auf die Internationale Jugendbegegnung nach Südafrika

Lange ist es schon in der Planung und jetzt geht es für eine Gruppe junger Erwachsener aus dem Ev. Dekanat Hungen mit großen Schritten auf die erste „Internationale Jugendbegegnung“ mit dem Kliptown Youth Program aus Soweto in Südafrika zu.

Die sieben Frauen und Männer werden dort unter der Leitung von Gemeindepädagogin Ulli Müller drei Wochen ein eigens erarbeitetes, buntes und vielfältiges Programm erleben.

Nach der Ankunft in Johannesburg Mitte März wird sich die Gruppe zunächst intensiv mit ihrem Kooperationspartner, dem Youth Program in Kliptown, beschäftigen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich dort im Jugendprogramm und im angrenzenden Kindergarten ehrenamtlich engagieren und sich darüber hinaus mit der Geschichte Südafrikas, speziell der Apartheid in Soweto (Abkürzung für South Western Townships, d.h. Armenviertel südlich von Johannesburg) auseinandersetzen.

Wichtig sind die Begegnung und das Kennenlernen der Lebensverhältnisse vor Ort (Schwerpunkt Armut und Reichtum), sowie kultureller und musischer Traditionen. Dazu stehen auch Programmpunkte wie der Besuch von Schulen und Kirche auf dem Tagesplan.

Mit den südafrikanischen Partnern geht es dann gemeinsam auf Spurensuche der Ursprungskulturen in Südafrika. Ziele sind Hluhluwe/Zululand (Kennenlernen der Zulu Kultur und der artenreichen Tierwelt Südafrikas) und die Wild Coast mit der Xhosa Kultur. Außerdem wird die Stadt Durban als bedeutende Industrie- und Hafenstadt besucht und ein Abstecher in die Drakensberge unternommen.

Zum Abschluss der Jugendbegegnung wird die Gruppe für zwei Tage in Familien vor Ort untergebracht sein. Dann wird die Rückbegegnung der südafrikanischen Kooperationspartner für das folgende Jahr geplant.

Diese Jugendbegegnung beinhaltet viele jugend- und entwicklungspolitischen Themenschwerpunkte. Um gut vorbereitet in die Jugendbegegnung zu starten hat sich die deutsche Delegationsgruppe an zwei Vorbereitungswochenenden mit den Themen Armut & Reichtum, politische Situation und historische Vergangenheit beider Länder, Religion und Glaube, Beziehung und Partnerschaft, Bildungssystem und traditionelle Werte und Normen beschäftigt.

Auch Fundraising und ist ein wichtiges Schlagwort für die Gruppe der Ev. Jugend, denn nur aufgrund von finanziellen Zuschüssen und Spenden ist eine solche Jugendbegegnung überhaupt realisierbar. So wurde Anfang Februar spontan ein Würstchen-Verkauf vor dem REWE Markt Nies in Hungen organisiert und auch private Spenden dankend entgegen genommen. Bedanken möchte sich die Ev. Jugend auch bei Optik Heller, Metzgerei Weil, Annarella Blumen, Allianz Versicherung Butteron und dem FKW Baufachmarkt Woratsch für eine finanzielle Spende zur Jugendbegegnung.


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Evangelische Jugend
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